Lexware büro easy und die eRechnungspflicht: Das sollten Sie wissen
Nutzen Sie Lexware büro easy start? Dann können Sie weder E-Rechnungen empfangen noch versenden. Büro easy basis? Immerhin empfangen. Versenden geht aber trotzdem nicht. Büro easy plus? Funktioniert, aber nur mit eigenem Account, eigenem Freischaltcode und einem Anruf bei der Hotline, bevor die erste Rechnung überhaupt rausgeht.
Das steht genau so in den offiziellen FAQs von Lexware selbst.
Was büro easy wirklich kann – und was nicht
Lexware büro easy gibt es in drei Varianten: start, basis, plus.
Bei E-Rechnungen unterscheiden sie sich deutlich:
Variante
E-Rechnung empfangen
E-Rechnung versenden
büro easy start
Nicht verfügbar
Nicht verfügbar
büro easy basis
Verfügbar
Nicht verfügbar
büro easy plus
Verfügbar
Verfügbar
Nur die teuerste Variante kann also überhaupt eine E-Rechnung verschicken. Mit start oder basis geht das schlicht nicht.
Die häufigsten Probleme in der Praxis
Problem #1: start und basis können keine E-Rechnung versenden. Zwei von drei büro easy-Varianten fallen bei der Versandpflicht komplett durch. Wer hier nicht wechselt oder upgradet, kann ab 2027 schlicht keine rechtskonforme Rechnung mehr an andere Unternehmen schicken.
Problem #2: Auch büro easy plus braucht einen Extra-Account. Bevor die erste E-Rechnung rausgeht, muss ein eigener „Lexware eRechnung“-Account angelegt werden. Mit Passwort, Rechnungsanschrift, Bankverbindung – und einem Freischaltcode, der erst per Telefon bestätigt wird.
Problem #3: Jede Rechnung läuft einzeln über einen Assistenten. Kein automatischer Versand im normalen Workflow. Jede Rechnung wird über ein separates Fenster geprüft und einzeln übergeben.
Problem #4: Die Frist rückt näher, als viele denken. Seit 2025 gilt bereits die Pflicht, E-Rechnungen zu empfangen. Beim Versand tickt die Uhr für die meisten Unternehmen ab 2027.
Ab wann die eRechnung wirklich Pflicht wird
Seit dem 1. Januar 2025 muss jedes Unternehmen E-Rechnungen empfangen, lesen und prüfen können. Das betrifft alle, die mit anderen Unternehmen oder Behörden Rechnungen austauschen.
Beim Versand gibt es noch eine Übergangsfrist. Bis Ende 2026 dürfen Sie mit Zustimmung des Empfängers weiterhin PDF-Rechnungen verschicken. Ab dem 1. Januar 2027 wird der Versand für Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Vorjahresumsatz Pflicht. Kleinere Unternehmen bekommen bis Ende 2027 noch etwas Luft. Ab dem 1. Januar 2028 gilt die Pflicht dann für alle – ohne Ausnahme.
Ausgenommen bleiben nur steuerfreie Leistungen, Kleinbetragsrechnungen unter 250 Euro, Fahrkarten und Kleinunternehmer nach § 19 UStG beim Versand.
Empfangen müssen E-Rechnungen trotzdem alle können.
Und was ist mit büro easy selbst?
Bei der eRechnung bleibt es nicht. Seit dem 30. April 2026 verkauft Lexware büro easy nicht mehr an Neukunden: start, basis und plus gleichermaßen. Wer die Software schon nutzt, ist davon zunächst nicht betroffen: Support und Updates soll es laut Lexware weiterhin geben.
Das heißt nicht, dass morgen Schluss ist. Ein Verkaufsstopp für Neukunden ist trotzdem ein Signal, das man ernst nehmen sollte. Wer sich ohnehin mit der eRechnung auseinandersetzen muss, kann den Moment nutzen und gleich auf eine Lösung wechseln, die für beide Themen gerüstet ist.
Wie das mit Lexware Office einfacher geht
In Lexware Office landet eine E-Rechnung genauso in der Belegerfassung wie jeder andere Eingangsbeleg. Hochladen, das System liest die Daten automatisch aus, fertig. Beim ersten Beleg führt eine kurze Einführungstour durch den Ablauf. Kein separater Account, kein Freischaltcode per Telefon.
Für den Versand gilt dasselbe Prinzip: E-Rechnungen entstehen direkt aus der normalen Rechnungserstellung heraus, ohne Umweg über ein externes Zusatzmodul.
Fazit
büro easy hat seine Berechtigung – aber bei der E-Rechnung stößt es an klare Grenzen. Zwei von drei Varianten können gar nichts versenden, die dritte nur mit Umweg über einen separaten Account. Dazu kommt der Verkaufsstopp für Neukunden seit April 2026. Wer jetzt umsteigt, spart sich den Stress, wenn die Fristen näher rücken.
Häufige Fragen
Was ist die beste Alternative zu Lexware büro easy? Das kommt auf den Bedarf an. Wer nur einen einzelnen Bereich wie die Buchhaltung oder das Auftragswesen braucht, findet auch in einzelnen Lexware-Desktop-Programmen eine Lösung. Für alle, die eine moderne, cloudbasierte Lösung mit integrierter E-Rechnung suchen, ist Lexware Office der naheliegendste Schritt – auch wenn sich einige Abläufe anders anfühlen als in büro easy. Ein kurzer Test vorab lohnt sich.
Kann Lexware Office E-Rechnungen empfangen und versenden? Ja. Lexware Office liest eingehende E-Rechnungen (ZUGFeRD, XRechnung) direkt in der normalen Belegerfassung ein und erstellt ausgehende E-Rechnungen aus der regulären Rechnungsstellung heraus.
Muss ich als Kleinunternehmer auch E-Rechnungen versenden? Vom Versand sind Kleinunternehmer nach § 19 UStG ausgenommen. Empfangen und lesen können müssen Sie E-Rechnungen trotzdem – diese Pflicht gilt für alle, unabhängig vom Umsatz.
Ab wann brauche ich zwingend eine Lösung, die E-Rechnungen versenden kann? Spätestens ab 2027, wenn Ihr Vorjahresumsatz über 800.000 Euro liegt. Kleinere Unternehmen haben bis Ende 2027 Zeit. Ab 2028 gilt die Pflicht ausnahmslos für alle.
PS.: Sie wissen nicht, welche büro easy-Variante Sie gerade nutzen oder was der Umstieg auf Lexware Office für Sie bedeutet? Fragen Sie uns einfach.
Wir verwenden Cookies, um unsere Website und unseren Service zu optimieren.
Notwendig
Immer aktiv
Die technische Speicherung oder der Zugang ist unbedingt erforderlich für den rechtmäßigen Zweck, die Nutzung eines bestimmten Dienstes zu ermöglichen, der vom Teilnehmer oder Nutzer ausdrücklich gewünscht wird, oder für den alleinigen Zweck, die Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz durchzuführen.
Vorlieben
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist für den rechtmäßigen Zweck der Speicherung von Präferenzen erforderlich, die nicht vom Abonnenten oder Benutzer angefordert wurden.
Statistiken
Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu statistischen Zwecken erfolgt.Die technische Speicherung oder der Zugriff, der ausschließlich zu anonymen statistischen Zwecken verwendet wird. Ohne eine Vorladung, die freiwillige Zustimmung deines Internetdienstanbieters oder zusätzliche Aufzeichnungen von Dritten können die zu diesem Zweck gespeicherten oder abgerufenen Informationen allein in der Regel nicht dazu verwendet werden, dich zu identifizieren.
Marketing
Die technische Speicherung oder der Zugriff ist erforderlich, um Nutzerprofile zu erstellen, um Werbung zu versenden oder um den Nutzer auf einer Website oder über mehrere Websites hinweg zu ähnlichen Marketingzwecken zu verfolgen.
Lexware büro easy und die eRechnungspflicht: Das sollten Sie wissen
Nutzen Sie Lexware büro easy start? Dann können Sie weder E-Rechnungen empfangen noch versenden. Büro easy basis? Immerhin empfangen. Versenden geht aber trotzdem nicht. Büro easy plus? Funktioniert, aber nur mit eigenem Account, eigenem Freischaltcode und einem Anruf bei der Hotline, bevor die erste Rechnung überhaupt rausgeht.
Das steht genau so in den offiziellen FAQs von Lexware selbst.
Was büro easy wirklich kann – und was nicht
Lexware büro easy gibt es in drei Varianten: start, basis, plus.
Bei E-Rechnungen unterscheiden sie sich deutlich:
Nur die teuerste Variante kann also überhaupt eine E-Rechnung verschicken. Mit start oder basis geht das schlicht nicht.
Die häufigsten Probleme in der Praxis
Problem #1: start und basis können keine E-Rechnung versenden. Zwei von drei büro easy-Varianten fallen bei der Versandpflicht komplett durch. Wer hier nicht wechselt oder upgradet, kann ab 2027 schlicht keine rechtskonforme Rechnung mehr an andere Unternehmen schicken.
Problem #2: Auch büro easy plus braucht einen Extra-Account. Bevor die erste E-Rechnung rausgeht, muss ein eigener „Lexware eRechnung“-Account angelegt werden. Mit Passwort, Rechnungsanschrift, Bankverbindung – und einem Freischaltcode, der erst per Telefon bestätigt wird.
Problem #3: Jede Rechnung läuft einzeln über einen Assistenten. Kein automatischer Versand im normalen Workflow. Jede Rechnung wird über ein separates Fenster geprüft und einzeln übergeben.
Problem #4: Die Frist rückt näher, als viele denken. Seit 2025 gilt bereits die Pflicht, E-Rechnungen zu empfangen. Beim Versand tickt die Uhr für die meisten Unternehmen ab 2027.
Ab wann die eRechnung wirklich Pflicht wird
Seit dem 1. Januar 2025 muss jedes Unternehmen E-Rechnungen empfangen, lesen und prüfen können. Das betrifft alle, die mit anderen Unternehmen oder Behörden Rechnungen austauschen.
Beim Versand gibt es noch eine Übergangsfrist. Bis Ende 2026 dürfen Sie mit Zustimmung des Empfängers weiterhin PDF-Rechnungen verschicken. Ab dem 1. Januar 2027 wird der Versand für Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Vorjahresumsatz Pflicht. Kleinere Unternehmen bekommen bis Ende 2027 noch etwas Luft. Ab dem 1. Januar 2028 gilt die Pflicht dann für alle – ohne Ausnahme.
Ausgenommen bleiben nur steuerfreie Leistungen, Kleinbetragsrechnungen unter 250 Euro, Fahrkarten und Kleinunternehmer nach § 19 UStG beim Versand.
Empfangen müssen E-Rechnungen trotzdem alle können.
Und was ist mit büro easy selbst?
Bei der eRechnung bleibt es nicht. Seit dem 30. April 2026 verkauft Lexware büro easy nicht mehr an Neukunden: start, basis und plus gleichermaßen. Wer die Software schon nutzt, ist davon zunächst nicht betroffen: Support und Updates soll es laut Lexware weiterhin geben.
Das heißt nicht, dass morgen Schluss ist. Ein Verkaufsstopp für Neukunden ist trotzdem ein Signal, das man ernst nehmen sollte. Wer sich ohnehin mit der eRechnung auseinandersetzen muss, kann den Moment nutzen und gleich auf eine Lösung wechseln, die für beide Themen gerüstet ist.
Wie das mit Lexware Office einfacher geht
In Lexware Office landet eine E-Rechnung genauso in der Belegerfassung wie jeder andere Eingangsbeleg. Hochladen, das System liest die Daten automatisch aus, fertig. Beim ersten Beleg führt eine kurze Einführungstour durch den Ablauf. Kein separater Account, kein Freischaltcode per Telefon.
Für den Versand gilt dasselbe Prinzip: E-Rechnungen entstehen direkt aus der normalen Rechnungserstellung heraus, ohne Umweg über ein externes Zusatzmodul.
Fazit
büro easy hat seine Berechtigung – aber bei der E-Rechnung stößt es an klare Grenzen. Zwei von drei Varianten können gar nichts versenden, die dritte nur mit Umweg über einen separaten Account. Dazu kommt der Verkaufsstopp für Neukunden seit April 2026. Wer jetzt umsteigt, spart sich den Stress, wenn die Fristen näher rücken.
Häufige Fragen
Was ist die beste Alternative zu Lexware büro easy? Das kommt auf den Bedarf an. Wer nur einen einzelnen Bereich wie die Buchhaltung oder das Auftragswesen braucht, findet auch in einzelnen Lexware-Desktop-Programmen eine Lösung. Für alle, die eine moderne, cloudbasierte Lösung mit integrierter E-Rechnung suchen, ist Lexware Office der naheliegendste Schritt – auch wenn sich einige Abläufe anders anfühlen als in büro easy. Ein kurzer Test vorab lohnt sich.
Kann Lexware Office E-Rechnungen empfangen und versenden? Ja. Lexware Office liest eingehende E-Rechnungen (ZUGFeRD, XRechnung) direkt in der normalen Belegerfassung ein und erstellt ausgehende E-Rechnungen aus der regulären Rechnungsstellung heraus.
Muss ich als Kleinunternehmer auch E-Rechnungen versenden? Vom Versand sind Kleinunternehmer nach § 19 UStG ausgenommen. Empfangen und lesen können müssen Sie E-Rechnungen trotzdem – diese Pflicht gilt für alle, unabhängig vom Umsatz.
Ab wann brauche ich zwingend eine Lösung, die E-Rechnungen versenden kann? Spätestens ab 2027, wenn Ihr Vorjahresumsatz über 800.000 Euro liegt. Kleinere Unternehmen haben bis Ende 2027 Zeit. Ab 2028 gilt die Pflicht ausnahmslos für alle.
PS.: Sie wissen nicht, welche büro easy-Variante Sie gerade nutzen oder was der Umstieg auf Lexware Office für Sie bedeutet? Fragen Sie uns einfach.
Beratung anfragen
Teilen
Weitere Beiträge lesen
weclapp vs. klassisches ERP: Cloud oder On-Premise?
Cloud oder klassisch installiert? Diese Frage stellt sich jedes Unternehmen, das über ein neues ERP-System nachdenkt. Beide Modelle haben ihre
ERP für die Fertigung: Diese Funktionen brauchen Sie wirklich
Jeden Morgen dasselbe Ritual: erst einloggen, dann in die Remoteverbindung, dann ins eigentliche System. Das alles bevor überhaupt der erste
ERP für den Handel: Diese Funktionen brauchen Sie wirklich
Stellen Sie sich einen Bäckereibetrieb vor, der plötzlich zwei Läden gleichzeitig führt: den in der Fußgängerzone und einen zweiten, unsichtbaren,
ERP für Dienstleister: Diese Funktionen brauchen Sie wirklich
Wir müssen reden! Genauer gesagt: über Freitagnachmittage, an denen die halbe Belegschaft noch schnell ihre Wochenstunden ins Projekt bucht, bevor