Wenn der Rechner streikt: Datensicherung bei Lexware

Wenn der Rechner streikt: Datensicherung bei Lexware

Der 10. eines Monats ist für viele Unternehmen ein fester Termin. Die Umsatzsteuervoranmeldung muss ans Finanzamt raus. Genau an diesem Morgen bleibt der Bildschirm in der Buchhaltung schwarz. Die Festplatte hat sich verabschiedet. Bis zur Frist bleiben noch vier Stunden, und niemand weiß genau, wann das letzte Backup entstanden ist.

Solche Momente passieren nicht nur zum Monatsersten. Offene Rechnungen, die Lohnabrechnung zum 25., ein ELSTER-Termin, ein Mahnlauf, der raus muss: Bei Lexware hängen ständig Fristen an den Daten auf dem Rechner. Ein Systemausfall wird damit nicht nur zum IT-Problem, sondern sofort zum betriebswirtschaftlichen.

Kein Backup ohne Ihr Zutun

Lexware läuft als Desktop-Software direkt auf dem eigenen Rechner oder Server im Haus, nicht in der Cloud. Eine Sicherung entsteht deshalb nicht von selbst im Hintergrund. Seit einem Update im Jahr 2018 bringen alle aktuellen Lexware-Programme zwar eine eingebaute Funktion für zeitgesteuerte, automatische Sicherungen mit. Aber automatisch heißt hier nicht von Werk aus aktiv: Diese Funktion muss einmal eingerichtet werden, sonst bleibt sie ungenutzt.

Lexware bietet zusätzlich den kostenpflichtigen Dienst „Lexware datensicherung online“ an. Dabei wird eine verschlüsselte Kopie der Daten in ein zertifiziertes Rechenzentrum übertragen. Wichtig zu wissen: Die eingebaute automatische Sicherung kann diese Online-Ablage nicht selbst auslösen. Wer den Online-Dienst nutzen will, muss ihn separat aktivieren und die Sicherung darüber laufen lassen.

So sichern Sie Ihre Daten Schritt für Schritt

Die zeitgesteuerte Sicherung lässt sich über den Menüpunkt „Datei – Datensicherung – Regelmäßige Sicherung…“ einrichten. Bei einer Server-/Client-Installation funktioniert das von jedem Client aus, die Sicherung selbst läuft aber immer über den Server.

  1. Regionaleinstellungen prüfen
    Am Server müssen unter „Systemsteuerung – Region – Verwaltung“ die deutschen Regionaleinstellungen für das Systemkonto hinterlegt sein. Ohne diese Einstellung startet die automatische Sicherung nicht zuverlässig.
  2. Assistent öffnen
    Über „Datei – Datensicherung – Regelmäßige Sicherung…“ den siebenstufigen Einrichtungsassistenten starten.
  3. Rhythmus und Uhrzeit festlegen
    Sicherungsintervall wählen und die Uhrzeit hinterlegen. Zeiten zwischen 8 und 17 Uhr lösen eine Warnung aus, weil dann in der Regel noch gearbeitet wird.
  4. Ablageort bestimmen
    Speicherort auswählen, etwa ein Netzlaufwerk. Bei einem Netzwerkpfad müssen Benutzername und Passwort im Format „Rechnername\Benutzername“ hinterlegt und der Zugriff getestet werden.
  5. Umfang und Benachrichtigung einstellen
    Festlegen, welche Bereiche mitgesichert werden, und die Art der Erfolgsmeldung wählen.
  6. Einrichtung bestätigen
    Mit „OK“ abschließen. Die Sicherung läuft ab jetzt über die Aufgabenplanung des Servers.

Wichtig: Der Server muss zum Sicherungszeitpunkt eingeschaltet sein, und das Programm darf auf keinem Client geöffnet sein. Es entstehen ausschließlich Gesamtsicherungen aller Mandanten, keine Einzelsicherungen. Den Sicherungsverlauf sehen Sie jederzeit unter „Datei – Datensicherung – Sicherungsverlauf…“.

Die 3-2-1-Regel als Fahrplan

Für die Praxis hat sich eine einfache Faustregel bewährt: die 3-2-1-Regel. Drei Kopien der Daten. Auf zwei unterschiedlichen Speichermedien. Eine davon außerhalb des Firmengebäudes.

Für Lexware-Anwender heißt das: Das Original liegt auf dem Server. Eine zweite Kopie läuft über die eben eingerichtete automatische Sicherung auf ein Netzlaufwerk oder eine externe Festplatte im Haus. Eine dritte Kopie landet extern, etwa über die Lexware-Online-Sicherung oder eine Festplatte, die abends mit nach Hause geht.

Ein Punkt wird gern übersehen: Ein Backup ist erst dann eines, wenn die Rücksicherung schon einmal getestet wurde. Eine Sicherungsdatei, die sich im Ernstfall nicht einspielen lässt, ist am Ende der Kette wertlos.

Wenn es doch passiert: Ruhe bewahren, richtig handeln

Ist der Ernstfall eingetreten, zählt vor allem eines: nichts überstürzen. Der betroffene Rechner oder Server sollte zunächst nicht weiter benutzt werden, damit keine Daten überschrieben werden. Danach wird das letzte verfügbare Backup identifiziert und geprüft, wie aktuell es tatsächlich ist.

Bei der Rücksicherung muss das Zielprogramm in derselben oder einer neueren Version vorliegen wie beim Erstellen der Sicherung. Die DateinaIst der Ernstfall eingetreten, zählt vor allem eines: nichts überstürzen. Der betroffene Rechner oder Server sollte zunächst nicht weiter benutzt werden, damit keine Daten überschrieben werden. Danach wird das letzte verfügbare Backup identifiziert und geprüft, wie aktuell es tatsächlich ist.

Bei der Rücksicherung muss das Zielprogramm in derselben oder einer neueren Version vorliegen wie beim Erstellen der Sicherung. Welche Datenbank im Hintergrund läuft, lässt sich über „?“ – „Info…“ – „Details“ in der Liste der Programmmodule nachsehen. Das ist relevant, weil sich die genauen Schritte zur Rücksicherung je nach Version leicht unterscheiden können. Ein Griff zur falschen Anleitung kostet hier wertvolle Zeit, im schlimmsten Fall weitere Daten.

Der Wartungsvertrag als Absicherung

Genau an diesem Punkt zahlt sich ein Wartungsvertrag aus. Wir kennen Ihr System und wissen, welche Lexware-Version bei Ihnen läuft. Im Ernstfall sparen Sie sich damit die Suche nach der richtigen Anleitung und das Risiko, sich beim Ausprobieren selbst im Weg zu stehen.

Noch besser ist es, gar nicht erst in diese Lage zu kommen. Wir richten die automatische Sicherung von Anfang an so ein, dass sie im Hintergrund läuft: passender Rhythmus, externer Speicherort nach der 3-2-1-Regel, regelmäßiger Rücksicherungstest.

Kleiner Tipp zum Schluss: Tragen Sie sich einen festen Termin ein, an dem Sie einmal im Quartal testweise eine Rücksicherung durchführen. Nicht auf dem Echtsystem, versteht sich. Der Aufwand liegt bei zehn Minuten. Der Unterschied im Ernstfall bei Stunden, manchmal Tagen.

Lexware Office oder weclapp: Welche Lösung passt?

Lexware Office oder weclapp: Welche Lösung passt?

Äpfel und Birnen vergleicht man normalerweise nicht. Ja, beide sind zwar Obst, aber eben zwei ganz unterschiedliche Sorten. Bei Lexware Office und weclapp lohnt sich der Vergleich trotzdem, denn genau darum geht es hier: zwei Cloud-Lösungen, die auf den ersten Blick ähnlich wirken, aber für unterschiedliche Anwender gemacht sind.

Cloud-Software hat sich in der Buchhaltung und Unternehmensverwaltung längst durchgesetzt: keine Installation, automatische Updates, Zugriff von überall. Genau deshalb landen viele KMU bei der Suche nach der passenden Lösung auf denselben paar Namen – darunter Lexware Office und weclapp. Beide sind Cloud-Software, beide richten sich an kleine und mittlere Unternehmen, beide rechnen monatlich pro Nutzer ab. Auf den ersten Blick lassen sich die beiden Programme deshalb kaum unterscheiden.

Der Unterschied zeigt sich erst, wenn man genauer hinschaut, was die beiden Programme eigentlich tun. Lexware Office ist eine Buchhaltungssoftware mit Rechnungsstellung. weclapp ist ein Cloud-ERP, das Buchhaltung, Warenwirtschaft, CRM und Projekte in einem System bündelt.

Dieser Vergleich zeigt, was beide Lösungen konkret können, was sie kosten und für welche Situation welches Tool die richtige Wahl ist. Es gibt hier keinen Gewinner, sondern zwei unterschiedlich große Werkzeuge für unterschiedliche Aufgaben. Aber ein Apfelkuchen gelingt mit Äpfeln nun mal besser als mit Birnen. Genauso hier: Lexware Office eignet sich besser für reine Buchhaltung, weclapp besser, sobald Warenwirtschaft oder CRM dazukommen.

Kurz erklärt: Was ist was?

Lexware Office deckt die klassische Buchhaltung ab: Rechnungen schreiben, Belege erfassen, Umsatzsteuer melden, Lohn abrechnen. Das Tool gibt es in vier Paketgrößen (S, M, L, XL), die aufeinander aufbauen.

weclapp ist breiter angelegt. Neben Buchhaltung deckt es auch Warenwirtschaft (Lager, Einkauf, Artikel), CRM (Kunden, Angebote, Vertrieb) und Projektmanagement ab – alles in einer Datenbasis. Auch hier bauen die Pakete aufeinander auf: ERP Starter, ERP Dienstleistung, ERP Handel und ERP Enterprise.

Der Vergleich

Lexware Office oder weclapp: Welche Lösung passt?Lexware Office oder weclapp: Welche Lösung passt?
ProdukttypCloud-Buchhaltungssoftware mit RechnungsstellungCloud-ERP: Buchhaltung, Warenwirtschaft, CRM und Projekte in einem System
ZielgruppeSelbstständige und kleine Unternehmen mit Fokus auf BuchhaltungKMU, die mehrere Unternehmensbereiche in einem System abbilden wollen
Pakete & Preisspanne4 Pakete, 3,45–14,95 €/Monat4 Pakete, 39–179 €/Monat pro Nutzer (Enterprise individuell)
RechnungsstellungAb Paket M: Rechnungen, Angebote, Lieferscheine, AuftragsbestätigungenAb ERP Starter: Angebote & Rechnungen
UmsatzsteuervoranmeldungAb Paket L, direkt per ELSTER-SchnittstelleFibu & Banking ab ERP Starter, Anbindung an die Steuerkanzlei über DATEV-Schnittstelle — keine explizite ELSTER-Angabe auf der Produktseite
eRechnung (XRechnung/ZUGFeRD)Ab Paket MBereits ab ERP Starter als Kernfunktion
Warenwirtschaft & LagerNicht enthaltenAb ERP Handel: Disposition, Einkauf, Lagerverwaltung, Serien-/Chargennummern
CRM & VertriebErweiterter Kundenmanager ab Paket XL, kein vollständiges CRMVollständiges CRM ab ERP Dienstleistung: Kontakt-, Chancen- und Angebotsmanagement
Projektmanagement & ZeiterfassungNicht enthaltenAb ERP Dienstleistung, inkl. Leistungsnachweis
Onlineshop-/Marktplatz-AnbindungNicht enthaltenAb ERP Handel: Shopware, WooCommerce, Shopify, Amazon, eBay, kaufland.de
API-ZugriffÜber App Store und Schnittstellen zu DrittsystemenOffene REST-API ab ERP Dienstleistung

Kurz zusammengefasst:
Bei der reinen Buchhaltung liegen beide nah beieinander — der Unterschied entsteht bei Warenwirtschaft, CRM und Projektmanagement. Diese Bereiche deckt nur weclapp ab, dafür startet Lexware Office deutlich günstiger.

Lexware Office im Detail

Wer tiefer in die einzelnen Pakete einsteigen will:

PaketPreisKernfunktionenGeeignet für
S3,45 €/Monat
(regulär 6,90 €)
GoBD-Belegarchiv
Belegscanner per App
offene Posten
Banking-Schnittstelle
automatische USt-Prognose
Steuerberater-Zugang
Vorbereitende Buchhaltung,
reine Belegablage
M5,95 €/Monat
(regulär 11,90 €)
Alles aus S, plus:
Rechnungen
Angebote
Lieferscheine
Auftragsbestätigungen erstellen & versenden
automatisches Mahnwesen
alle, die selbst Rechnungen stellen
L9,95 €/Monat
(regulär 19,90 €)
Alles aus M, plus:
USt-Voranmeldung per ELSTER,
EÜR
GuV
Planzahlen & Controlling
alle, die die komplette laufende Buchhaltung im System wollen
XL14,95 €/Monat
(regulär 29,90 €)
Alles aus L, plus:
Abo-Rechnungen
Sonderrechnungstypen (Abschlag, englisch, EU)
xRechnung
Umsatzstatistiken
erweiterter Kundenmanager
alle, die Sonderrechnungstypen abdecken müssen und ein erweitertes Kundenmanagement wollen

weclapp im Detail

Und die weclapp-Pakete im Einzelnen:

PaketPreis
(pro Nutzer/Monat)
KernfunktionenGeeignet für
ERP Starter39 €
(nur monatlich buchbar, nicht mit anderen Paketen kombinierbar)
Kontaktmanagement,
Angebote & Rechnungen,
Aufgaben & Kalender,
Fibu & Banking,
Berichtswesen,
E-Rechnung
kleine Teams, die von reiner Rechnungsstellung zu mehr Struktur wechseln
ERP Dienstleistung86 € bei Jahreszahlung (95 € monatlich)Alles aus ERP Starter, plus:
CRM mit Kunden- & Kontaktmanagement,
Chancen/Angebot/Auftragsabwicklung,
Projektmanagement inkl. Leistungsnachweis,
Zeiterfassung,
API-Zugriff
Consulting, Agenturen, IT-Dienstleister
ERP Handel163 € bei Jahreszahlung (179 € monatlich)Alles aus ERP Dienstleistung, plus:
Warenwirtschaft,
Disposition & Einkauf,
Lagerverwaltung inkl. mobiler App,
Serien-/Chargennummern,
Produktion,
Shop-/Marktplatz-Anbindung
Handel, Produktion, E-Commerce
ERP Enterpriseindividuell
(ab 10 Lizenzen)
Alles aus ERP Handel, plus:
Customizing und Sonderkonditionen für Mehrinstanzen
größere Teams mit besonderen Anforderungen

Wann reicht Lexware Office, wann lohnt sich weclapp?

Lexware Office reicht aus, wenn:

  • Sie hauptsächlich Rechnungen stellen und Ihre Buchhaltung führen
  • Sie keine Warenwirtschaft im selben System brauchen
  • Vertrieb und Kundenverwaltung woanders stattfinden oder noch nicht formalisiert sind
  • Ein bis wenige Personen im System arbeiten

weclapp wird relevant, wenn:

  • Sie Waren einkaufen, lagern und verkaufen und das mit der Buchhaltung verknüpfen wollen
  • Vertrieb, Angebote und Kundenhistorie zentral abgebildet werden sollen
  • Mehrere Teams — Buchhaltung, Vertrieb, Projekte, Support — auf derselben Datenbasis arbeiten
  • Ein Onlineshop oder Marktplatz angebunden werden soll

Fazit

Lexware Office und weclapp konkurrieren nicht um dieselben Kunden. Wer reine Buchhaltung und Rechnungsstellung braucht, ist mit Lexware Office günstiger und schneller startklar. Sobald Warenwirtschaft, CRM oder mehrere Teams ins Spiel kommen, wird weclapp zur passenderen Wahl; und wächst mit, ohne dass ein Systemwechsel nötig wird.

Lexware mobile aktivieren: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Lexware mobile aktivieren: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Viele Lexware-Kunden sind überrascht, wenn sie hören, dass ihre On-Premise-Software auch mobil nutzbar ist. Kein Zusatzvertrag, keine separate Software – Lexware mobile ist bereits Teil Ihrer Lizenz und wartet nur darauf, aktiviert zu werden.

Die Einrichtung dauert wenige Minuten. Kein IT-Support nötig. Hier die Schritte im Detail.

Voraussetzung: Das passende Lexware-Programm

Lexware mobile funktioniert nicht mit jeder Lexware-Version. Unterstützt werden aktuell:

  • Lexware faktura+auftrag / plus
  • Lexware warenwirtschaft pro / premium
  • Lexware financial office / plus / pro / premium
  • Lexware financial office plus / premium handwerk
  • Lexware handwerk plus / premium
  • Lexware business plus / pro

Sie brauchen außerdem ein internetfähiges Gerät. Das kann der Bürorechner sein, aber eben auch ein Smartphone, Tablet oder Laptop.

Schritt 1: Anmeldung im Lexware Service Center

Ohne Haufe-Lexware-Benutzerkonto geht nichts. Falls Sie sich noch nie im Lexware Service Center angemeldet haben, holen Sie das bitte zuerst nach. Diese Zugangsdaten nutzen Sie später auch für den Login bei Lexware mobile selbst.

Haben Sie schon ein Konto (zum Beispiel für Updates oder den Shop), können Sie diesen Schritt überspringen.

Schritt 2: Synchronisation im Programm starten

Öffnen Sie Ihr Lexware-Programm und gehen Sie in der Symbolleiste auf Lexware mobile → Daten synchronisieren. Das Programm fragt Sie, ob Sie dem Auftragsverarbeitungsvertrag zu Lexware mobile zustimmen. Bestätigen Sie das und klicken Sie auf „Weiter“.

Dieser Schritt überträgt Ihre bestehenden Kunden-, Lieferanten-, Artikel- und Belegdaten einmalig in die Cloud, damit sie mobil abrufbar sind. Je nach Datenmenge kann das ein paar Minuten dauern: ein guter Moment für einen Kaffee.

Schritt 3: Login auf dem mobilen Gerät

Jetzt öffnen Sie auf dem Smartphone, Tablet oder Laptop einfach den Browser und rufen start.lexware.de auf. Melden Sie sich mit denselben Zugangsdaten an, die Sie in Schritt 1 verwendet haben.

Fertig!

Sie sehen ab sofort Ihre Kunden-, Artikel- und Belegdaten, egal wo Sie gerade sind.

Ein Detail, das oft übersehen wird: Die Daten synchronisieren sich automatisch in beide Richtungen. Was Sie im Büro ändern, erscheint mobil. Was Sie mobil ändern oder neu erfassen, landet zurück im Lexware-Programm. Sie müssen also nichts manuell abgleichen.

Systemvoraussetzungen im Überblick

Nicht jedes Gerät stellt Lexware mobile optimal dar.

Zur Orientierung:

  • Smartphone: iOS 16 mit Safari oder Android 14.0 mit Chrome (jeweils oder höher), Mindestauflösung 1280 × 720.
  • Tablet: gleiche Betriebssystem-Anforderungen wie beim Smartphone, Mindestauflösung 1280 × 800. Für Tablets gibt es eine optimierte klassische Ansicht, die sich bei Bedarf auf die mobile Ansicht umschalten lässt.
  • Laptop/PC: läuft auf allen gängigen aktuellen Browsern (Edge, Firefox, Chrome, Safari), ab Windows 10 beziehungsweise macOS 13.

Bei älteren Geräten oder ungewöhnlichen Bildschirmgrößen kann es zu Darstellungsproblemen kommen. Eine hundertprozentige Abdeckung aller Geräte gibt es nicht. Wer regelmäßig mobil arbeitet, sollte das bei der nächsten Geräteanschaffung im Hinterkopf behalten.

Häufige Stolperstellen bei der Aktivierung

Zugangsdaten funktionieren nicht
Prüfen Sie, ob Sie wirklich Ihr Haufe-Lexware-Konto verwenden – nicht ein separates Konto für Online-Banking oder ELSTER.

Daten erscheinen nicht mobil
Meist liegt es daran, dass Schritt 2 (Synchronisation) noch nicht abgeschlossen wurde oder das automatische Synchronisationsintervall zu lang eingestellt ist. In den Pro- und Premium-Versionen lässt sich das Intervall über „Lexware mobile → Einstellungen“ anpassen.

Zu wenige Lizenzen
Die Anzahl der Lexware-mobile-Lizenzen hängt an Ihrer Programmversion: Einzelplatz erhält eine Lizenz, Pro drei, Premium fünf. Reicht das für Ihr Team nicht aus, hilft nur ein Versions-Upgrade.

Und wenn Sie noch unsicher sind?

Was Lexware mobile im Alltag konkret bringt und wo die Grenzen liegen, lesen Sie in unserem Grundlagenartikel Lexware mobile: Ihre On-Premise-Software wird mobil.

Wenn die Aktivierung trotzdem nicht klappt oder Ihre Version die Voraussetzungen nicht erfüllt: Rufen Sie uns gerne an. Wir schauen uns das gemeinsam an.

Rechnerwechsel mit Lexware: Schritt für Schritt zum neuen PC

Rechnerwechsel mit Lexware: Schritt für Schritt zum neuen PC

Ein neuer Rechner steht an, und Lexware soll mit umziehen, ohne dass Firmendaten, Formulare oder die Lizenz verloren gehen. Diese Anleitung zeigt, was vorher gesichert werden muss und wie die Übertragung in der Praxis abläuft.

Welcher Menüpfad für Ihr Programm gilt

Lexware nutzt nicht überall denselben Weg zur Sicherung. Bevor Sie loslegen, prüfen Sie kurz, welche Variante bei Ihnen zutrifft:

  • Lexware Standard sowie Lexware plus/professional/premium mit SQL-Anywhere-Datenbank
    Der Weg führt über Datei → Rechnerwechsel → Datenbestand sichern (bzw. später einspielen).
  • Lexware plus/professional/premium mit PostgreSQL-Datenbank (kann bei neueren Installationen ab Version 2026 der Fall sein):
    Der Weg führt über Datei → Datensicherung → Sicherung, das öffnet die Datensicherungszentrale. Das ist hier kein „einfacher“ Backup-Umweg, sondern bei PostgreSQL der korrekte und einzige Weg für den Rechnerwechsel, inklusive Lizenzübertragung.
  • Lexware anlagenverwaltung, kassenbuch und lohnauskunft
    Diese Programme haben keinen eigenen Rechnerwechsel-Assistenten. Hier geht es ebenfalls über Datei → Datensicherung → Sicherung bzw. Rücksicherung.

Bei plus, professional und premium lässt sich die verwendete Datenbank so feststellen: Menü „?“ → Info… → Details anklicken. In der Liste der Programmmodule zeigt die letzte Zeile entweder „SQL Anywhere“ oder „PostgreSQL“ an.

Was Sie vor dem Wechsel sichern müssen

  1. Kompletten Datenbestand sichern
    Bei SQL-Anywhere-Programmen (Standard sowie plus/professional/premium mit SQL Anywhere): Datei → Rechnerwechsel → Datenbestand sichern. Bei PostgreSQL-Programmen: Datei → Datensicherung → Sicherung, dort „Neue Sicherung“ und „Gesamtsicherung“ wählen. Bei anlagenverwaltung, kassenbuch und lohnauskunft: Datei → Datensicherung → Sicherung. In allen Fällen werden automatisch alle Firmen mit allen Bewegungsdaten gesichert – eine Auswahl einzelner Mandanten ist beim Rechnerwechsel nicht möglich.
  2. Formulare und Zusatzdaten mitnehmen
    Der Assistent bietet an, eigene Rechnungs- und Auftragsformulare, Dokumente, Datanorm-Daten oder ein ELSTER-Zertifikat automatisch mit in die Sicherung aufzunehmen. Setzen Sie hier die passenden Haken, sonst fehlen diese Daten auf dem neuen Rechner.
  3. Seriennummer notieren
    Sie finden sie über das Menü „?“ → Info, auf dem Seriennummernzertifikat oder in der E-Mail zur Downloadversion. Sie wird bei der Installation auf dem neuen Rechner benötigt.
  4. Sicherung auf externes Medium legen
    Speichern Sie die Sicherung auf einem USB-Stick oder Netzlaufwerk, nicht auf derselben Festplatte wie die aktive Datenbank.

Schritt für Schritt zum neuen Rechner

  1. Melden Sie sich von allen Programmen ab und erstellen Sie die Datensicherung über den für Ihr Programm passenden Menüpfad (siehe oben). Prüfen Sie in der Zusammenfassung, ob Fehlermeldungen in roter Schrift erscheinen.
  2. Übertragen Sie den Sicherungsordner auf den neuen Rechner, etwa per USB-Stick.
  3. Installieren Sie auf dem neuen Rechner die aktuelle Jahresversion. Prüfen Sie vorher die Systemvoraussetzungen (Windows 10/11, mindestens 4 GB RAM, rund 100 GB freier Festplattenspeicher, Internetverbindung für die Produktaktivierung). Behalten Sie den vorgeschlagenen Standard-Speicherort bei.
  4. Starten Sie das Programm und rufen Sie die Rücksicherung auf. Bei SQL-Anywhere-Programmen wählen Sie in der Startauswahl „Rechnerwechsel – Datenbestand einspielen“ (alternativ Datei → Rechnerwechsel → Datenbestand einspielen). Bei PostgreSQL-Programmen gehen Sie erneut über Datei → Datensicherung → Sicherung und klicken dort auf „Datensicherung einspielen“. Bei anlagenverwaltung, kassenbuch und lohnauskunft nutzen Sie Datei → Datensicherung → Rücksicherung.
  5. Wählen Sie die Sicherungsdatei aus. Bei SQL-Anywhere-Programmen ist es eine ZIP-Datei, deren Name mit „(RW)“ beginnt, bei PostgreSQL-Programmen mit „LxOffice“. Starten Sie die Rücksicherung und prüfen Sie erneut die Zusammenfassung auf Fehler.
  6. Starten Sie das Programm neu. Sie werden gefragt, ob die Lizenz auf diesen Rechner übertragen werden soll. Bestätigen Sie mit „Ja“. Ab diesem Moment lässt sich Lexware auf dem alten Rechner nicht mehr nutzen.
  7. Prüfen Sie auf dem neuen Rechner, ob alle Firmen mit ihren Daten vollständig vorhanden sind.
  8. Deinstallieren Sie Lexware erst danach auf dem alten Rechner, über die Windows-Systemsteuerung (appwiz.cpl).

Häufige Fehlerquellen

Formulare vergessen

Wird beim Sichern die Option für eigene Formulare nicht angehakt, fehlen individuell angepasste Rechnungs- oder Auftragsvorlagen auf dem neuen Rechner.

Formulare aus falscher Version zurückgesichert

Bei einigen Produktlinien (etwa Lexware plus) sollten Formulare beim Rücksichern nur übernommen werden, wenn auf dem neuen Rechner exakt dieselbe Jahresversion installiert ist. Sonst überschreiben ältere Formulare die aktuellen, was zu Funktionsstörungen führen kann.

Falscher Menüpfad wegen falscher Datenbank-Annahme

Wer bei plus, professional oder premium den Rechnerwechsel-Menüpunkt sucht, obwohl im Hintergrund PostgreSQL läuft, findet ihn nicht – dort führt der Weg über Datei → Datensicherung → Sicherung statt über Datei → Rechnerwechsel. Die Prüfung über „?“ → Info → Details vorab spart hier Zeit.

Lizenzübertragung übersehen

Ohne die Bestätigung „Lizenz auf diesen PC übertragen“ bleibt die neue Installation unaktiviert – gleichzeitig ist das der Moment, ab dem der alte Rechner nicht mehr funktioniert. Das überrascht viele, ist aber so vorgesehen.

Rechnerwechsel mit Versions-Upgrade verwechselt

Ein Umstieg von Lexware Standard/Basis auf pro oder premium ist derzeit nur eingeschränkt möglich, weil die neuen Programmlinien seit dem 01.01.2026 eine andere Datenbankstruktur nutzen. Eine automatische Datenübernahme ist voraussichtlich erst ab Ende 2026 möglich. Wer nur den Rechner wechselt und dieselbe Produktlinie behält, ist davon nicht betroffen.

Wenn etwas schiefläuft

Zeigt die Zusammenfassung nach Sicherung oder Rücksicherung eine Fehlermeldung, lässt sich über die Schaltfläche „Informationen…“ nachlesen, was genau nicht funktioniert hat. Startet das Programm nach einem Fehler gar nicht mehr, ist bei einigen Produkten eine manuelle Sicherung auf Dateiebene möglich – das sollte aber nur mit Unterstützung durchgeführt werden, da dabei Programmverzeichnisse direkt bearbeitet werden. Bei einer PostgreSQL-Datenbank ist eine manuelle Rücksicherung technisch nicht möglich; hier bleibt nur der Weg über den Support.

Wenn Sie sich beim Rechnerwechsel nicht sicher sind oder eine Sicherung fehlschlägt, lohnt sich ein Blick von außen, bevor am alten Rechner etwas verändert wird. Wir unterstützen dabei, wenn Sie nicht weiterkommen.

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ERP-Wechsel zu weclapp – Ablauf, Dauer, typische Kosten

ERP-Wechsel zu weclapp – Ablauf, Dauer, typische Kosten

Viele Unternehmen schieben den ERP-Wechsel vor sich her, obwohl das alte System längst an seine Grenzen stößt. Die Sorge ist meistens dieselbe: Gehen beim Umstieg Daten verloren? Steht der Betrieb tagelang still, während Kunden weiter bestellen wollen? Und was kostet das Ganze am Ende wirklich?

Die gute Nachricht: Ein ERP-Wechsel ist ein planbarer Prozess, kein Sprung ins Ungewisse. Entscheidend ist, dass er in klaren Phasen abläuft, mit ausreichend Zeit für Tests, bevor irgendetwas live geht.

So läuft ein ERP-Wechsel zu weclapp ab

Phase 1: Analyse (ca. 1–2 Wochen)

Am Anfang steht keine Migration, sondern ein genauer Blick auf das, was bereits da ist. Welche Daten müssen mitziehen: etwa Artikel, Kunden, offene Aufträge oder Belege? Welche Prozesse laufen aktuell noch in Excel-Tabellen oder Einzellösungen und sollen künftig direkt in weclapp abgebildet werden? Diese Phase entscheidet, wie glatt der Rest läuft. Deshalb nehmen wir uns dafür bewusst Zeit.

Phase 2: Datenmigration (ca. 2–4 Wochen, abhängig vom Datenvolumen)

Jetzt wandern Artikelstämme, Kundendaten, Lagerbestände und Preislisten strukturiert aus dem alten System in weclapp. Die Dauer hängt fast ausschließlich von der Datenmenge und ihrer Qualität ab: Je sauberer die Ausgangsdaten, desto schneller geht die Migration. Dieser Schritt bereitet den meisten Unternehmen die größten Sorgen, und genau deshalb lohnt sich hier ein erfahrener Partner, der weiß, worauf es ankommt..

Phase 3: Testbetrieb (ca. 1–3 Wochen)

Bevor irgendetwas live geht, läuft weclapp parallel zum bisherigen System. Ihr Team arbeitet mit echten Daten in einer Testumgebung und spielt die gewohnten Abläufe durch. Fehler fallen so auf, bevor sie im Tagesgeschäft Schaden anrichten.

Phase 4: Go-Live (1 Tag bis wenige Tage)

Der eigentliche Umstieg ist meist der unspektakulärste Teil, wenn die vorherigen Phasen sauber gelaufen sind. Das alte System wird abgelöst, und weclapp übernimmt den laufenden Betrieb. Kleinere Anpassungen sind in den ersten Tagen normal. Wir begleiten sie direkt, statt sie erst im Nachhinein zu entdecken.

Auch die Sorge vor tagelangen Ausfallzeiten lässt sich entkräften: Die eigentliche Umschaltung dauert in der Regel nur Stunden, nicht Tage, weil der Testbetrieb in Phase 3 Prozesse, Berechtigungen und Schnittstellen bereits einmal durchgespielt hat. Muss am Go-Live-Tag noch etwas nachjustiert werden, betrifft das meist Details: der gesamte Betrieb bleibt davon unberührt.

Insgesamt dauert ein realistischer ERP-Wechsel damit rund 4 bis 12 Wochen, abhängig von Datenmenge, Prozesskomplexität und der Anzahl beteiligter Abteilungen. Kleinere Betriebe mit überschaubarem Datenbestand sind oft schneller durch, größere mit mehreren Standorten oder komplexer Lagerlogistik brauchen entsprechend mehr Zeit.

Warum wir wissen, wovon wir sprechen

Wir haben unseren eigenen Betrieb selbst auf weclapp migriert. Wir kennen die Umstellung also nicht nur aus Kundenprojekten, sondern aus eigener Erfahrung.

Ein weiteres Beispiel aus der Praxis: Für PBO haben wir rund 20.000 Artikel in weclapp migriert, eine Datenmenge, bei der sich Fehler in der Vorbereitung vervielfacht hätten. Das zeigt, dass eine strukturierte Migration auch bei großen Artikelbeständen zuverlässig funktioniert, wenn Analyse und Testphase ernst genommen werden.

Genau das ist der Unterschied zwischen einer Migration, die nebenbei mitläuft, und einer, die als eigenes Projekt behandelt wird. Bei 20.000 Artikeln reicht es nicht, Daten einfach zu exportieren und wieder einzuspielen. Attribute, Kategorien, Lagerorte und Preislogiken müssen sauber zugeordnet werden, sonst übernimmt das neue System lediglich die Unordnung des alten mit einer neuen Oberfläche.

Was kostet ein ERP-Wechsel zu weclapp?

Hier lohnt sich eine ehrliche Trennung zwischen zwei Kostenblöcken, die oft in einen Topf geworfen werden.

Die weclapp-Lizenz ist öffentlich einsehbar und lässt sich klar beziffern. Das Einstiegspaket ERP Starter kostet 39 € pro Nutzer und Monat, zzgl. MwSt. Wer CRM, Projektmanagement und Zeiterfassung braucht, zahlt für ERP Dienstleistung 86 € bei jährlicher Zahlweise beziehungsweise 95 € bei monatlicher Zahlweise pro Nutzer und Monat. Für volle Warenwirtschaft inklusive Lagerverwaltung und Produktion liegt ERP Handel bei 163 € jährlich beziehungsweise 179 € monatlich pro Nutzer und Monat. Ab zehn Lizenzen erstellt weclapp ein individuelles Angebot mit Preisvorteilen.

Die Migration selbst lässt sich dagegen nicht pauschalisieren. Gemeint sind damit Analyse, Datenübernahme, Testbetrieb und die Schulung Ihres Teams. Die Kosten hängen zu stark davon ab, wie viele Daten migriert werden, wie komplex Ihre bisherigen Prozesse sind und wie viele Mitarbeitende eingearbeitet werden müssen. Ein Betrieb mit sauberen Excel-Listen und 500 Artikeln braucht einen anderen Aufwand als einer mit gewachsenen Datenbanken und mehreren tausend Positionen.

Genau deshalb erstellen wir für die Migration ein individuelles Angebot, abgestimmt auf Ihre tatsächliche Ausgangslage. Pauschalpreise, die im Zweifel doch nicht passen, gibt es bei uns bewusst nicht.

Kein Grund für Bauchschmerzen

Ein ERP-Wechsel bleibt ein Projekt, kein Selbstläufer. Aber mit einer sauberen Analysephase, einer strukturierten Datenmigration und einem echten Testbetrieb vor dem Go-Live lässt sich das Risiko auf ein überschaubares Maß reduzieren. Datenverlust und tagelange Ausfallzeiten sind kein Naturgesetz eines ERP-Wechsels, sondern das Ergebnis, wenn genau diese Phasen übersprungen werden.

Sie überlegen, von Ihrem aktuellen System auf weclapp zu wechseln? Lassen Sie uns gemeinsam schauen, wie Ihr Wechsel konkret aussehen würde, mit realistischem Zeitplan und einem individuellen Angebot statt Pauschalversprechen.

Lexware büro easy und die eRechnungspflicht: Das sollten Sie wissen

Lexware büro easy und die eRechnungspflicht: Das sollten Sie wissen

Nutzen Sie Lexware büro easy start? Dann können Sie weder E-Rechnungen empfangen noch versenden. Büro easy basis? Immerhin empfangen. Versenden geht aber trotzdem nicht. Büro easy plus? Funktioniert, aber nur mit eigenem Account, eigenem Freischaltcode und einem Anruf bei der Hotline, bevor die erste Rechnung überhaupt rausgeht.

Das steht genau so in den offiziellen FAQs von Lexware selbst.

Was büro easy wirklich kann – und was nicht

Lexware büro easy gibt es in drei Varianten: start, basis, plus.

Bei E-Rechnungen unterscheiden sie sich deutlich:

VarianteE-Rechnung empfangenE-Rechnung versenden
büro easy startNicht verfügbarNicht verfügbar
büro easy basisVerfügbarNicht verfügbar
büro easy plusVerfügbarVerfügbar

Nur die teuerste Variante kann also überhaupt eine E-Rechnung verschicken. Mit start oder basis geht das schlicht nicht.

Die häufigsten Probleme in der Praxis

Problem #1: start und basis können keine E-Rechnung versenden. Zwei von drei büro easy-Varianten fallen bei der Versandpflicht komplett durch. Wer hier nicht wechselt oder upgradet, kann ab 2027 schlicht keine rechtskonforme Rechnung mehr an andere Unternehmen schicken.

Problem #2: Auch büro easy plus braucht einen Extra-Account. Bevor die erste E-Rechnung rausgeht, muss ein eigener „Lexware eRechnung“-Account angelegt werden. Mit Passwort, Rechnungsanschrift, Bankverbindung – und einem Freischaltcode, der erst per Telefon bestätigt wird.

Problem #3: Jede Rechnung läuft einzeln über einen Assistenten. Kein automatischer Versand im normalen Workflow. Jede Rechnung wird über ein separates Fenster geprüft und einzeln übergeben.

Problem #4: Die Frist rückt näher, als viele denken. Seit 2025 gilt bereits die Pflicht, E-Rechnungen zu empfangen. Beim Versand tickt die Uhr für die meisten Unternehmen ab 2027.

Ab wann die eRechnung wirklich Pflicht wird

Seit dem 1. Januar 2025 muss jedes Unternehmen E-Rechnungen empfangen, lesen und prüfen können. Das betrifft alle, die mit anderen Unternehmen oder Behörden Rechnungen austauschen.

Beim Versand gibt es noch eine Übergangsfrist. Bis Ende 2026 dürfen Sie mit Zustimmung des Empfängers weiterhin PDF-Rechnungen verschicken. Ab dem 1. Januar 2027 wird der Versand für Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Vorjahresumsatz Pflicht. Kleinere Unternehmen bekommen bis Ende 2027 noch etwas Luft. Ab dem 1. Januar 2028 gilt die Pflicht dann für alle – ohne Ausnahme.

Ausgenommen bleiben nur steuerfreie Leistungen, Kleinbetragsrechnungen unter 250 Euro, Fahrkarten und Kleinunternehmer nach § 19 UStG beim Versand.

Empfangen müssen E-Rechnungen trotzdem alle können.

Und was ist mit büro easy selbst?

Bei der eRechnung bleibt es nicht. Seit dem 30. April 2026 verkauft Lexware büro easy nicht mehr an Neukunden: start, basis und plus gleichermaßen. Wer die Software schon nutzt, ist davon zunächst nicht betroffen: Support und Updates soll es laut Lexware weiterhin geben.

Das heißt nicht, dass morgen Schluss ist. Ein Verkaufsstopp für Neukunden ist trotzdem ein Signal, das man ernst nehmen sollte. Wer sich ohnehin mit der eRechnung auseinandersetzen muss, kann den Moment nutzen und gleich auf eine Lösung wechseln, die für beide Themen gerüstet ist.

Wie das mit Lexware Office einfacher geht

In Lexware Office landet eine E-Rechnung genauso in der Belegerfassung wie jeder andere Eingangsbeleg. Hochladen, das System liest die Daten automatisch aus, fertig. Beim ersten Beleg führt eine kurze Einführungstour durch den Ablauf. Kein separater Account, kein Freischaltcode per Telefon.

Für den Versand gilt dasselbe Prinzip: E-Rechnungen entstehen direkt aus der normalen Rechnungserstellung heraus, ohne Umweg über ein externes Zusatzmodul.

Fazit

büro easy hat seine Berechtigung – aber bei der E-Rechnung stößt es an klare Grenzen. Zwei von drei Varianten können gar nichts versenden, die dritte nur mit Umweg über einen separaten Account. Dazu kommt der Verkaufsstopp für Neukunden seit April 2026. Wer jetzt umsteigt, spart sich den Stress, wenn die Fristen näher rücken.

Häufige Fragen

Was ist die beste Alternative zu Lexware büro easy? Das kommt auf den Bedarf an. Wer nur einen einzelnen Bereich wie die Buchhaltung oder das Auftragswesen braucht, findet auch in einzelnen Lexware-Desktop-Programmen eine Lösung. Für alle, die eine moderne, cloudbasierte Lösung mit integrierter E-Rechnung suchen, ist Lexware Office der naheliegendste Schritt – auch wenn sich einige Abläufe anders anfühlen als in büro easy. Ein kurzer Test vorab lohnt sich.

Kann Lexware Office E-Rechnungen empfangen und versenden? Ja. Lexware Office liest eingehende E-Rechnungen (ZUGFeRD, XRechnung) direkt in der normalen Belegerfassung ein und erstellt ausgehende E-Rechnungen aus der regulären Rechnungsstellung heraus.

Muss ich als Kleinunternehmer auch E-Rechnungen versenden? Vom Versand sind Kleinunternehmer nach § 19 UStG ausgenommen. Empfangen und lesen können müssen Sie E-Rechnungen trotzdem – diese Pflicht gilt für alle, unabhängig vom Umsatz.

Ab wann brauche ich zwingend eine Lösung, die E-Rechnungen versenden kann? Spätestens ab 2027, wenn Ihr Vorjahresumsatz über 800.000 Euro liegt. Kleinere Unternehmen haben bis Ende 2027 Zeit. Ab 2028 gilt die Pflicht ausnahmslos für alle.

PS.: Sie wissen nicht, welche büro easy-Variante Sie gerade nutzen oder was der Umstieg auf Lexware Office für Sie bedeutet? Fragen Sie uns einfach.

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weclapp vs. klassisches ERP: Cloud oder On-Premise?

weclapp vs. klassisches ERP: Cloud oder On-Premise?

Cloud oder klassisch installiert? Diese Frage stellt sich jedes Unternehmen, das über ein neues ERP-System nachdenkt. Beide Modelle haben ihre Berechtigung. Welches passt, hängt von IT-Ressourcen, Standortstruktur und Anspruch an Flexibilität ab. Dieser Vergleich stellt beide Ansätze sachlich gegenüber, am Beispiel des Cloud-ERP weclapp.

Klassisches ERP: Software im eigenen Haus

Bei einem klassischen, on-premise betriebenen ERP läuft die Software auf eigener Hardware im Unternehmen – ob SAP Business One, Microsoft Dynamics 365 Business Central als On-Premise-Variante, Sage oder Lexware warenwirtschaft. Die Daten liegen physisch im eigenen Haus, der Zugriff funktioniert auch ganz ohne Internetverbindung.

Das bringt Kontrolle: Wer will, entscheidet selbst, wann Updates eingespielt werden, und die Infrastruktur bleibt vollständig in eigener Hand. Der Preis dafür ist Verantwortung. Server, Backups, Sicherheitsupdates und Wartung liegen bei der eigenen IT oder einem IT-Partner – inklusive der Frage, was passiert, wenn jemand von unterwegs oder aus dem Homeoffice arbeiten möchte. Das ist meist zusätzlich einzurichten, etwa über eine VPN-Verbindung.

Cloud-ERP am Beispiel weclapp

weclapp läuft vollständig im Browser, ohne lokale Installation. Das bedeutet: Zugriff von jedem Gerät mit Internetverbindung, ob im Büro, unterwegs oder im Homeoffice. Mehrere Fenster gleichzeitig geöffnet zu haben, etwa ein Angebot und einen Kundendatensatz nebeneinander, ist im Browser genauso möglich wie am klassischen Desktop-Programm.

Die Daten liegen bei weclapp in einem zertifizierten deutschen Rechenzentrum in Frankfurt am Main, unter anderem ISO-27001-zertifiziert und dem deutschen Datenschutzrecht (BDSG) unterworfen. Updates spielt der Anbieter automatisch ein. Und das völlig ohne eigenes Zutun und ohne Wartungsfenster, das die eigene IT einplanen muss.

Skalierbarkeit ist dabei der große Unterschied zum klassischen Modell: Nutzerzahlen lassen sich flexibel anpassen, Module bei Bedarf dazubuchen oder wieder abbestellen. Ein Unternehmen, das wächst oder saisonal schwankt, muss dafür keine neue Hardware anschaffen.

Ein Vergleich: Cloud-ERP vs. klassisches ERP

Klassisches ERP
(On-Premise)
Cloud-ERP
(weclapp)
HostingEigene Server im UnternehmenZertifiziertes Rechenzentrum in Frankfurt a. M. (ISO 27001)
ImplementierungsdauerAbhängig von Hardware-Beschaffung und Server-Einrichtung, meist längerer VorlaufKein Hardware-Setup nötig, Dauer hängt vor allem von der Datenmigration ab
KostenmodellMeist Lizenzkauf plus Wartungsvertrag, höhere AnfangsinvestitionMonatliches Abo pro Nutzer, planbare laufende Kosten
SkalierbarkeitZusätzliche Nutzer oder Module oft mit neuer Hardware/Lizenz verbundenNutzerzahlen und Module flexibel anpassbar
Update-AufwandMuss von eigener IT oder Partner eingeplant und eingespielt werdenAutomatisch durch den Anbieter, ohne Wartungsfenster
Mobiler ZugriffMeist zusätzliche Einrichtung nötig (z. B. VPN)Standardmäßig über Browser von jedem Gerät

Für wen passt welches Modell?

Ein paar Fragen helfen bei der Einordnung, unabhängig vom konkreten Anbieter:

Arbeiten Menschen bei Ihnen an mehreren Standorten oder im Homeoffice?

Dann spielt ein Cloud-ERP mit Zugriff über den Browser, ohne zusätzliche VPN-Einrichtung, seine Stärke aus.

Haben Sie eine eigene IT-Abteilung, die Server, Backups und Updates zuverlässig betreut?

Wenn ja, ist ein klassisches System gut stemmbar. Wenn diese Ressourcen fehlen, übernimmt bei einem Cloud-ERP der Anbieter genau diese Aufgaben.

Wächst Ihr Unternehmen schnell oder schwankt die Nutzerzahl saisonal?

Cloud-Systeme lassen sich ohne neue Hardware anpassen, ein klassisches System braucht dafür meist zusätzliche Lizenzen oder Server-Kapazität.

Ist eine hohe Einmalinvestition für Sie leichter zu stemmen als laufende monatliche Kosten?

Dann kann ein klassisches System mit Lizenzkauf finanziell attraktiver sein. Wer lieber planbare, laufende Kosten ohne große Anfangsinvestition hat, ist mit einem Cloud-Abo besser bedient.

Ist die Cloud sicher genug für sensible Unternehmensdaten?

Diese Sorge kommt in Beratungsgesprächen häufig auf. Zu Recht, denn Unternehmensdaten sind sensibel. Wichtig dabei: Ein selbst betriebenes System ist nicht automatisch sicherer. Die Sicherheit hängt vollständig davon ab, wie konsequent die eigene IT Updates einspielt und Backups pflegt. Wird das vernachlässigt, entstehen genau die Lücken, die Angreifer ausnutzen.

Bei einem zertifizierten Cloud-Anbieter wie weclapp übernimmt das ein spezialisiertes Team im laufenden Betrieb. Die Daten liegen in Deutschland, unterliegen dem deutschen Datenschutzrecht und werden nach ISO 27001 zertifiziert verwaltet. Das ersetzt keine eigene Sorgfalt bei Zugriffsrechten und Passwörtern, nimmt aber die Verantwortung für Infrastruktur und Patch-Management ab.

Häufige Fragen

Ist weclapp eine gute Alternative zu klassischen ERP-Systemen?

Für Unternehmen, die Wert auf mobilen Zugriff, planbare Kosten und wenig eigenen Wartungsaufwand legen, ja. Wer aus Prinzip keine Daten außerhalb des eigenen Hauses speichern möchte oder ohnehin durchgehend stabile Internetverbindungen an allen Standorten braucht, ist mit einem On-Premise-System unter Umständen besser bedient.

Was kostet weclapp im Vergleich zu einem klassischen ERP?

weclapp wird als monatliches Abo pro Nutzer abgerechnet, je nach Paket ab rund 39 Euro. Klassische Systeme verlangen meist eine höhere Einmalinvestition für Lizenzen, dazu kommt häufig ein separater Wartungsvertrag.

Lassen sich Daten aus einem On-Premise-System zu weclapp migrieren?

Ja. Je nach Ausgangssystem funktioniert das über strukturierte Datenimporte oder API-Anbindung. Der Aufwand hängt vor allem von der Datenmenge und -qualität im Altsystem ab.

Fazit

Weder Cloud-ERP noch klassisches On-Premise-System ist grundsätzlich die bessere Wahl. Wer viel Kontrolle über die eigene Infrastruktur behalten will und stabile IT-Ressourcen im Haus hat, kommt mit einem klassischen System gut zurecht. Wer Wert auf mobilen Zugriff, planbare Kosten ohne große Vorabinvestition und wenig eigenen Wartungsaufwand legt, findet in einem Cloud-ERP wie weclapp die passendere Lösung.

Sie stehen selbst vor dieser Entscheidung? Lassen Sie uns gemeinsam schauen, welches Modell zu Ihrem Unternehmen passt.

ERP für die Fertigung: Diese Funktionen brauchen Sie wirklich

ERP für die Fertigung: Diese Funktionen brauchen Sie wirklich

Jeden Morgen dasselbe Ritual: erst einloggen, dann in die Remoteverbindung, dann ins eigentliche System. Das alles bevor überhaupt der erste Auftrag angelegt werden kann. Und wehe, die Verbindung hakt gerade dann, wenn ein Kunde am Telefon auf eine Zusage wartet.

Kommt Ihnen bekannt vor?

Dann geht es Ihnen wie vielen Fertigungsbetrieben, die mit einem gewachsenen, aber technisch stehengebliebenen System arbeiten. Die Produktion läuft, aber die Software drumherum bremst mehr, als dass sie hilft.

Was ist PPS-Software – und was hat das mit ERP zu tun?

PPS steht für Produktionsplanung und -steuerung. Ein PPS-System ist im Kern ein ERP, das speziell auf Fertigungsprozesse zugeschnitten ist: Es verbindet Einkauf, Disposition, Lager, Vertrieb und Buchhaltung so miteinander, dass die Produktion reibungslos läuft, statt an Schnittstellen zwischen Abteilungen hängenzubleiben.

In der Praxis heißt das: Arbeitspläne bündeln die einzelnen Produktionsschritte inklusive Zeitvorgaben und benötigter Ressourcen. Stücklisten bilden ab, aus welchen Komponenten ein Produkt besteht – auch bei komplexen, mehrstufigen Baugruppen. Und Produktionsaufträge halten fest, was wann in welcher Menge gefertigt werden soll, inklusive Verfügbarkeitsprüfung und Controlling zwischen geplanten und tatsächlichen Kosten.

Warum Fertigungsunternehmen ein anderes ERP braucht als Handel oder Dienstleistung

Handelsunternehmen kaufen Ware und verkaufen sie weiter. Fertigungsbetriebe verwandeln Rohstoffe in etwas Neues. Genau das macht die Anforderungen komplexer. Es reicht nicht, Lagerbestände zu zählen. Es muss klar sein, welches Rohmaterial für welchen Produktionsauftrag reserviert ist, welche Arbeitsschritte in welcher Reihenfolge nötig sind und wie viel davon bereits erledigt wurde.

Ein System, das nur für den Wiederverkauf fertiger Ware gebaut wurde, kennt weder Stücklisten noch Arbeitspläne. Genau da scheitern viele Standard-ERPs an der Realität der Fertigung.

Die häufigsten Probleme in der Praxis

Problem #1: Der Materialbedarf wird von Hand geschätzt. Ohne automatische Disposition weiß niemand genau, wie viel Rohmaterial für die nächsten Aufträge wirklich gebraucht wird – bis entweder zu viel oder zu wenig auf Lager liegt.

Problem #2: Stücklisten leben in Excel statt im System. Komplexe Produkte mit mehreren Komponenten werden in Tabellen gepflegt, die niemand außer der einen Person versteht, die sie erstellt hat.

Problem #3: Zugriff aufs System ist eine eigene Hürde. Veraltete Systeme erfordern oft eine Remoteverbindung, bevor überhaupt gearbeitet werden kann – ein Extra-Schritt, jeden Tag, für jeden Vorgang.

Problem #4: E-Rechnung ist mit dem Altsystem schlicht nicht möglich. Was inzwischen für viele Unternehmen Pflicht ist, lässt sich mit technisch veralteter Software gar nicht erst abbilden.

Was ein ERP für Fertigung können muss

Ein System für Fertigungsbetriebe muss vor allem fünf Dinge zuverlässig können: automatische Disposition, die den Materialbedarf selbst ermittelt statt ihn zu erraten, Stücklisten- und Arbeitsplanverwaltung direkt im System, Produktionsaufträge mit Verfügbarkeitsprüfung und Kostencontrolling, eine Lagerverwaltung, die Material auch für einzelne Aufträge reservieren kann, und eine moderne Cloud-Anbindung ohne Remote-Umweg.

Die passende Lösung heißt bei weclapp ERP Handel: ein Paket, das Warenwirtschaft und Produktionsplanung gemeinsam abdeckt, von der Disposition bis zur kompletten Fertigungssteuerung. Enthalten sind:

  • automatische Materialbedarfsermittlung mit direkter Umwandlung von Bestellvorschlägen in Bestellungen,
  • Lagerverwaltung mit beliebig vielen Lagern und Lagerplätzen inklusive Reservierung für einzelne Produktionsaufträge,
  • Stücklisten (auch rekursiv, für komplexe Baugruppen),
  • Arbeitspläne mit Zeitvorgaben und Ressourcenzuordnung,
  • sowie Produktionsaufträge mit Controlling zwischen geplanten und tatsächlichen Kosten.

Dazu kommt die Buchhaltung mit DATEV-Export.

Wie das in der Praxis aussieht: PBO Pulverbeschichtung Osterloh

PBO aus Vockerode beschichtet seit 1997 Metallteile für Maschinenbauer und Metallverarbeiter aus der Region – elektrostatisch aufgetragen, bei hoher Temperatur eingebrannt. Was nicht ganz so reibungslos lief wie die Produktion: die IT dahinter. Das alte ERP-System bekam keine Updates mehr, keinen Support-Horizont. Wer auf die Daten zugreifen wollte, musste sich erst in eine Remoteverbindung einloggen. Jeden Tag, für jeden Vorgang.

Gleichzeitig rückte die E-Rechnungspflicht näher, die das Altsystem gar nicht abbilden konnte. Der Wechsel war beschlossen. Nur brachte PBO über 20.000 Artikel mit, gewachsen über Jahre. So ein historisch gewachsener Artikelstamm hat seine eigenen Eigenheiten. Genau die machten den Export aus dem alten System zur eigentlichen Herausforderung.

Wir haben daher weclapp eingeführt: eine Cloud-Lösung, die direkt über den Browser läuft, ganz ohne Remotedesktop. Für die Lagerarbeit kam die weclapp-Lagerapp auf der vorhandenen Hardware dazu, parallel wurde Microsoft 365 implementiert. Die größte Arbeit steckte in der Datenmigration: Über 20.000 Artikel mussten aus dem Altsystem extrahiert, bereinigt und strukturiert überführt werden – kein Copy-Paste, sondern ein eigenes Arbeitspaket. Das Projekt startete im Dezember 2025, die Einrichtung war bis Februar 2026 abgeschlossen. Seitdem arbeitet PBO produktiv mit weclapp und kann E-Rechnungen direkt aus dem System versenden.

Fazit

Ein ERP für Fertigung muss die Produktion abbilden, wie sie wirklich läuft: mit Stücklisten, Arbeitsplänen und einer Disposition, die mitdenkt statt nur zu verwalten. Wer sich jeden Morgen erst durch eine Remoteverbindung kämpfen muss, bevor die eigentliche Arbeit beginnt, hat den ersten Grund für einen Wechsel bereits selbst erlebt.

PS.: Auch bei über 20.000 Artikeln ist ein sauberer Umstieg möglich. PBO ist der Beweis. Fragen Sie uns, wie das bei Ihnen aussehen könnte.

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ERP für den Handel: Diese Funktionen brauchen Sie wirklich

ERP für den Handel: Diese Funktionen brauchen Sie wirklich

Stellen Sie sich einen Bäckereibetrieb vor, der plötzlich zwei Läden gleichzeitig führt: den in der Fußgängerzone und einen zweiten, unsichtbaren, im eigenen Onlineshop. Kunden bestellen Brot und Brötchen online und holen sie in der Filiale ab. In der Weihnachtssaison kommt der Versand dazu – Stollen, deutschlandweit, per DHL. Bezahlt wird per PayPal. Und jede Bestellung muss am Ende in derselben Warenwirtschaft landen wie der Verkauf an der Ladentheke.

Klingt nach Spezialfall? Ist es nicht. Es ist der ganz normale Alltag für Handelsunternehmen, die online und stationär gleichzeitig verkaufen. Und genau hier zeigt sich, ob ein ERP für Handel wirklich funktioniert oder nur auf dem Papier gut aussieht.

Warum Handel ein anderes ERP braucht als Dienstleistung oder Fertigung

Bei Dienstleistern zählt vor allem Zeit. [Hier geht’s zu unserem ERP-Beitrag für Dienstleister] Bei Handelsunternehmen zählt die Ware – und zwar über mehrere Verkaufskanäle gleichzeitig hinweg synchron. Ein Artikel, der im Laden verkauft wird, muss im Onlineshop sofort als nicht mehr verfügbar gelten. Ein Artikel, der über einen Marktplatz verkauft wird, genauso. Ohne zentrale Warenwirtschaft verkaufen Sie früher oder später etwas doppelt, das es nur einmal gibt.

Dazu kommen Themen, die reine Dienstleister nie beschäftigen: Disposition und Einkauf, Lagerbestände in Echtzeit, Seriennummern oder Chargen, wenn es um Rückverfolgbarkeit geht, und die Anbindung an Shop-Systeme, Marktplätze, Versanddienstleister und Zahlungsanbieter. Ein ERP, das primär für Projektarbeit gebaut wurde, hilft hier wenig.

Die häufigsten Probleme in der Praxis

Problem #1: Der Lagerbestand stimmt nie ganz. Ladenverkauf, Onlineshop und Marktplatz laufen in getrennten Systemen. Zwischen den Abgleichen liegen Stunden, manchmal Tage – genug Zeit, um etwas zu verkaufen, das gar nicht mehr da ist.

Problem #2: Bestellungen aus verschiedenen Kanälen landen nicht an einem Ort. Eine Bestellung aus dem Onlineshop, eine vom Marktplatz, eine aus der Filiale: Drei Quellen, die von Hand zusammengeführt werden müssen, bevor überhaupt Ware rausgehen kann.

Problem #3: Versand- und Zahlungsschnittstellen sind Insellösungen. DHL-Label hier, PayPal-Abgleich da, keine Verbindung zur Warenwirtschaft. Jede Bestellung bedeutet doppelte Arbeit – einmal im Shop, einmal im ERP.

Problem #4: Click & Collect wird zum manuellen Sonderfall. Online bestellen, in der Filiale abholen, klingt einfach – ist es aber nur, wenn das System weiß, dass eine online reservierte Ware nicht gleichzeitig im Laden verkauft werden darf.

Problem #5: Die Buchhaltung bekommt die Bestellübersicht von Hand. Ohne Anbindung an die Finanzbuchhaltung muss die Bestellliste aus dem Shopsystem manuell ans Steuerbüro gehen, damit dort die Kontobewegungen abgeglichen werden können. Ein Job, der sich jeden Monat wiederholt – und der eigentlich niemand mehr von Hand machen sollte.

Was ein ERP für Handel können muss

Ein System für Handelsunternehmen muss vor allem sechs Dinge zuverlässig können: eine zentrale Warenwirtschaft, die alle Verkaufskanäle in Echtzeit synchron hält, Disposition und Einkauf, damit Nachbestellungen nicht dem Zufall überlassen bleiben, Lagerverwaltung inklusive Serien- und Chargennummern, direkte Anbindung an Shop-Systeme und Marktplätze statt manueller Doppelpflege, Schnittstellen zu Versand- und Zahlungsanbietern – und eine Anbindung an die Buchhaltung, die den Abgleich mit dem Steuerbüro nicht mehr zur Handarbeit macht.

weclapp bietet dafür das Paket ERP Handel, ausgerichtet auf Produktion, E-Commerce und mehr. Enthalten ist alles aus dem Paket ERP Dienstleistung, dazu ein vollständiges Warenwirtschaftssystem, Disposition und Einkauf, Lagerverwaltung inklusive mobiler Lager-App, Serien- und Chargennummern, Produktion sowie die direkte Anbindung an Shopsysteme wie Shopware, WooCommerce und Shopify und an Marktplätze wie Amazon, eBay und kaufland.de. Über den DATEV-Rechnungsdaten- und Buchungsdatenservice aus dem Bereich Finanzen & Buchhaltung wandert außerdem jede Bestellung automatisch zur Steuerkanzlei – ganz ohne manuell exportierte Bestellübersicht. Das Paket kostet 179 Euro pro Monat und Nutzer bei monatlicher Zahlweise, 163 Euro bei jährlicher Abrechnung.

Damit lässt sich genau das abbilden, was Handelsunternehmen im echten Leben brauchen: Der Onlineshop synchronisiert sich automatisch mit der Warenwirtschaft, Versanddienstleister und Zahlungsanbieter sind angebunden statt als separates Tool danebenzustehen, Click & Collect – online bestellen, in der Filiale abholen – lässt sich sauber abbilden, weil das System jederzeit weiß, welche Ware wo reserviert ist, und die Kontobewegungen landen automatisch beim Steuerbüro statt in einer Extra-Excel-Liste.

Häufig kommen Handelsunternehmen dabei aus einer ganz typischen Konstellation: eine Warenwirtschaft für den Lagerbestand, ein separates CRM für die Kundenverwaltung, dazwischen keine echte Verbindung. Klassische Insellösungen also – jedes System für sich gut, aber niemand redet miteinander. weclapp ERP Handel bringt Warenwirtschaft und CRM (aus dem Baustein ERP Dienstleistung) in ein einziges System zusammen, sodass Lagerbestand, Kundendaten und Bestellungen an einem Ort liegen.

Fazit

Ein ERP für Handel muss vor allem eines: die Ware im Griff behalten, egal über wie viele Kanäle sie verkauft wird. Wer noch von Hand zwischen Laden, Onlineshop und Marktplatz abgleicht, verliert nicht nur Zeit, sondern früher oder später auch Umsatz – durch Bestellungen, die gar nicht mehr bedient werden können.

PS.: Sie planen gerade selbst den Sprung vom Ladengeschäft in den Online-Verkauf? Wir haben genau dafür schon einige Projekte begleitet. Fragen Sie uns einfach.

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